Sägebock – robust soll er sein

Sägebock – robust soll er seinWussten Sie, dass man im Jahr 2007 rund 52 Millionen Kubikmeter Holz in heimischen Öfen verbrannt hat? Da man dies im Jahr 2007 als ökologisch unbedenklich deklariert hat, wird bis heute noch immer das Heizen mit Holz praktiziert. Ein schlechtes Gewissen braucht dabei niemand zu haben. 

Allerdings muss Feuerholz, möglichst kamingerecht geschnitten, entweder gekauft oder selbst produziert werden. Um dies so sicher wie möglich im eigenen Garten zu erledigen, ist ein Sägebock notwendig, auf dem das Feuerholz sicher gehalten wird, während Sie es mit der Motorsäge bearbeiten. Sägeböcke gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Kein Wunder, dass der Anfänger unter den Feuerholzsägern nicht so ganz genau weiß, worauf er beim Kauf des Sägebocks achten muss. Deshalb werden wir die wichtigen Details eines Sägebocks einmal hervorheben. 

Eine wichtige Frage gleich zu Anfang

Seien Sie bitte ehrlich: Wie häufig im Jahr stellen Sie sich, mit der Motorsäge in der Hand, hin und sägen Feuerholz? Oder sagen wir es mit anderen Worten: Wer nur das eine oder andere Mal im Jahr seinen Holzofen für das kuschelige Ambiente anmacht, aber eigentlich mit Öl, Gas oder anderen Methoden sein Haus heizt, der sollte sich die Mühe gar nicht machen und das Feuerholz selber zurechtsägen. In diesem Fall ist es dauerhaft günstiger, das Feuerholz im Baumarkt oder direkt beim Holzhändler in kleinen Mengen zu kaufen. Diese können bequem eingelagert werden. Kein Stress, keine Arbeit und geringe Kosten! Wollen Sie das Holz dennoch selber herstellen, ist eine improvisierte Sägefläche immer noch eine gute Idee und vollkommen ausreichend. Ein Sägebock wird erst dann nötig, wenn es sich um größere Mengen handelt, die verarbeitet werden wollen.  

Die regelmäßige Nutzung des Holzofens, zum Heizen oder auch zum Kochen und Backen, kann viele Kubikmeter Holz im Jahr verschlingen. Es will also immer ein Vorrat vorhanden sein, sodass es sich lohnt, den Sägebock immer wieder einmal aufzustellen und die Motorsäge in die korrekte Scheitlänge zu bringen. Und so ganz nebenbei ist es noch ein wunderbares Fitnessprogramm. Aber nicht nur Feuerholz will gesägt werden. Auch alle anderen Äste aus dem Garten können auf diese Weise zerkleinert werden. 

Sollten Sie zu den Glücklichen gehören, die während des gesamten Jahres Feuerholz benötigen, kann auch eine Wippsäge eine sinnvolle Anschaffung sein. Um diese geht es heute aber nicht. 

Sind alle Sägeböcke gleich?

Nein, es gibt tatsächlich unterschiedliche Arten von Sägeböcken. Allerdings wird man fststellen können, dass sich die modernen Modelle relativ weit vom klassischen Sägebock entfernt haben.

Der klassische Sägebock

Wir alle kennen ihn, wenn vielleicht auch nur vom Foto: Die stabilen Stützstreben, meist drei an der Zahl, bilden ein X. Ihr oberes Ende bildet letztlich die Haltestreben. Zur Stabilisierung sind Querstreben angebracht. Diese können in unterschiedlicher Anordnung auftreten. Die Haltestreben dieses Modells sind relativ kurz. Baut man sich eigenständig einen, können diese selbstverständlich entsprechend den eigenen Vorstellungen verlängert werden. 

Der klassische Sägebock ist ein zuverlässiges Modell, das allerdings nur bedingt für das häufige Arbeiten mit der Motorsäge geeignet ist. Die Handsäge ist in diesem Fall angebrachter. Somit kann bereits davon ausgegangen werden, dass er eher etwas für die Holzmacher ist, die nur selten und unregelmäßig einen Sägebock benötigen. Zum gelegentlichen Sägen von Feuerholz sowie dem Zerkleinern der Äste, die aus dem eigenen Garten anfallen, ist er dennoch ausreichend und kann jahrelang seine Dienste tun. Mit ein wenig Pflege kann er durchaus lange im Einsatz sein. 

Das Sägegestell: 

Dieses Modell fällt bereits von weitem durch seine langen Seiten- und Haltestreben auf. Die Auflagefläche ist recht breit gehalten, sodass auch dickere Stämme in Angriff genommen werden können. Es können aber auch viele kleine Stämme gleichzeitig zwischen den Streben bearbeitet werden, ohne dass es zur Verrutschung kommt. Die Sicherheit beim Arbeiten ist somit stets gewährleistet. Und dies ist ein wichtiger Gesichtspunkt, der niemals aus den Augen gelassen werden sollte, wenn man mit einer Säge, egal ob Hand- oder Motorsäge, arbeitet! Beide Sägen können übrigens gleichermaßen optimal auf diesem Sägegestell zum Einsatz kommen. 

Der Klemmständer, auch Selbstklemmbock genannt: 

Dieses Modell ist aus massivem Stahl gefertigt, allerdings im privaten Bereich eher selten anzutreffen. Auf diesem Gestell hält sich der Baumstamm durch sein eigenes Gewicht. Für kleine Äste und sehr dünne Stämme ist er nicht wirklich geeignet. Große Baumstämme sind es, die von ihm perfekt gehalten und auf ihm bearbeitet werden können. Wer also große Mengen Feuerholz aus ganzen Baumstämmen fertigt, sollte über den Klemmständer nachdenken. Für die Arbeit mit der Motorsäge ist er einfach optimal. 

Der Nachteil aller drei Modelle ist die Tatsache, dass die wenigsten Modelle zusammenklappbar sind. Dies hat auch einen Grund: Sind sie zum Zusammenklappen, so mindert dies die Stabilität. Es ist also bereits vor dem Kauf zu schauen, ob zum Verstauen überhaupt ausreichend Platz im Gartenhaus, im Werkzeugschuppen vorhanden ist. Die einzige Ausnahme bildet in diesem Punkt der Klemmständer, der nach dem Zusammenklappen derart klein ist, dass er nicht nur in einen regulären Kofferraum passt. Die gesamte Ausrüstung kann zusätzlich noch ganz leicht verstaut werden. 

Für die Hobbygärtner, die nur ab und an einmal einen größeren Ast oder anderes Kleinholz zersägen müssen, gibt es den traditionellen Sägebock aus Metall und zusammenklappbar. Doch bedenken Sie, dass sich seine Belastbarkeit in Grenzen hält. Allerdings nehmen sie nur wenig Platz ein und können überall hin schnell und einfach transportiert werden. Bedingt sind sie sogar dekorativ. 

Das Thema „Zusammenklappen“ ist sehr groß, denn nicht immer ist der Platz vorhanden, den Sägebock in seiner vollen Größe adäquat zu lagern, wenn er gerade einmal nicht im Einsatz ist. Aus diesem Grunde werden vermehrt auch die Holz-Sägeböcke wieder derart produziert, dass sie zusammengeklappt werden können. Achten Sie auf eine stabile Verbindung an dieser Stelle, damit Sie keine bösen Überraschungen erleben. 

Achten Sie zudem auf ein minimales Gewicht von 10kg Eigengewicht des Bocks. Nur so ist garantiert, dass er stabil genug ist und sicher steht, wenn Sie am Holzsägen sind. Auch die so genannte Work-Load sollte Beachtung finden, wenn Sie regelmäßig sägen. Wird diese mit unter 100kg angegeben, werden Sie nicht glücklich mit dem Modell. Schließlich wollen Sie richtig arbeiten und nicht nur heruntergefallene Äste zerkleinern. Entsprechend sollte das Modell auch ausgelegt sein. Als optimal haben sich übrigens Modelle erwiesen, deren Haltestreben Markierungen aufweisen, die die mögliche Scheitlänge anzeigen. So können Sie ohne großen Aufwand die optimale Scheite für Ihren Holzofen zurechtsägen.